«Ob in guete oder schlächte Ziite, semmer emmer treu debii»
«Ob in guete oder schlächte Ziite, semmer emmer treu debii»
Nur überwiegen in Aarau die schlechten Zeiten, während die guten Zeiten langsam zu Erinnerungen und Erzählungen werden. Es fällt schwer, uns mit der Tatsache abfinden zu wollen, dass die einst Unabsteigbaren zu Unaufsteigbaren verkommen.
Seit dem ersten Abstieg im Jahr 2010 und dem zweiten Abstieg in der Saison 14/15 gehen wir Jahr für Jahr, mit der Hoffnung auf eine Rückkehr der guten alten Zeiten, ins Stadion und supporten bedingungslos unseren Verein. Dass ein Aufstieg aber nicht nur wichtig für die Romantik, sondern mit der Zukunft des Vereins Hand in Hand geht, müsste allen klar sein. Dies geht aber scheinbar gerne vergessen!
Die Hoffnung auf bessere Zeiten wurde in den letzten Jahren immer wieder spektakulär auf die Spitze getrieben, um dann schonungslos niedergeschmettert zu werden. So ist die Barrage gegen Xamax und auch das letztjährige Scheitern am letzten Spieltag nach wie vor jedem Einzelnen mehr als präsent und hat tiefe Narben hinterlassen. Mit der Aufstockung der Super League erhält der FCA eine grosse Chance, diese Geschehnisse vergessen zu machen. Bei aller Hoffnung bleibt aber auch ein fahler Beigeschmack: Wenn es diese Saison nicht klappt, dann vielleicht gar nicht mehr. Die Angst, vollends in der Bedeutungslosigkeit der Challenge League zu versinken, wird selten bis nie ausgesprochen und trotzdem schwebt sie erbarmungslos über dem Stadion Brügglifeld.
Spätestens als Anfang Saison der Aufstieg als klares Ziel definiert wurde, musste jedem Einzelnen - vom Spieler über Trainer bis zum Sportchef - klar gewesen sein, was es bedeutet, für den FCA zu spielen und vor allem welche Erwartungen daran geknüpft sind.
Als im letzten Herbst von den Spielern der Trainer zum Sündenbock der Misere gemacht wurde, versprachen genau diese Spieler, jeden Tag alles für den Verein zu geben und sich zu steigern!
Am vergangenen Samstag wurde jedoch einmal mehr deutlich, dass vielen Spielern nicht bewusst ist, was es bedeutet, bis zur letzten Sekunde alles zu geben. Und was es heisst, das Trikot mit dem stolzen Adler auf der Brust tragen zu dürfen. Die Summe der Ereignisse in letzter Zeit brachte am letzten Samstagabend das berühmte Fass zum Überlaufen. Nochmals eine Saison abhaken, im Glauben, dass es nächstes Jahr besser werde, ist schlicht nicht mehr möglich. Den aufgestauten Emotionen wurde freien Lauf gelassen.
Trotz dieser, aus genannten Gründen berechtigten Eskalation, war die Situation am Samstagabend zu jeder Zeit unter Kontrolle und niemand, weder Spieler noch Staff beider Vereine, musste um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten.
Medienberichte in Kriegsrhetorik sind masslos übertrieben und anhand der aktuellen Situation in verschiedenen Weltregionen beschämend für jedes Medienhaus. Es war zu keinem Zeitpunkt das Ziel, in irgendeiner Form Sachschaden an unserem Stadion zu verüben. Und zu guter Letzt halten wir fest, dass durch das sportliche Unvermögen in dieser Saison und den befürchteten langfristigen Folgen für unseren FCA viel mehr als "nur" eine alte Scheibe der Geschäftsstelle zu Bruch ging...
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